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Was ist SEPA?

Der Begriff Single Euro Payment Area (Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum, abgekürzt SEPA, fälschlicherweise auch Single European Payment Area) bezeichnet im Bankwesen das Projekt eines europaweit einheitlichen Zahlungsraums. In diesem Zahlungsraum sollen für Kunden keine Unterschiede mehr zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen bestehen.

Traditionell besteht in jedem Land ein nationales Zahlungsverkehrssystem. Dies umfasst

  • Rechtsnormen und Interbankenvereinbarungen
  • technische und organisatorische Standards (z. B. Überweisungsformulare, BLZ-Systeme)
  • Clearingstellen und
  • Softwarelösungen

Parallel hierzu bestehen internationale Zahlungsverkehrssysteme (z. B. SWIFT). Auslandszahlungen sind um ein Vielfaches teurer als Inlandszahlungen. Dabei ist anzumerken, dass Euro-Zahlungen innerhalb der EU mit der angebotenen EU-Standardüberweisung unter bestimmten Voraussetzungen (Verwendung von IBAN und BIC) laut der EU-Verordnung 2560/2001 über grenzüberschreitende Zahlungen in Euro(oft EU-Preisverordnung genannt) nicht mehr kosten dürfen als eine Inlandsüberweisung. Auch ist die Fehlerquote bei Auslandszahlungen höher, da vielfach die Auftraggeber die Zahlungsverkehrssysteme des Empfängerlandes nicht kennen und daher falsche Angaben machen. Im Rahmen der Schaffung eines Europäischen Binnenmarktes beklagt die EU-Kommission seit vielen Jahren, dass dies ein erhebliches Hindernis für den grenzüberschreitenden Handel darstelle.

Ziel der SEPA ist, bargeldlose Zahlungen innerhalb der Teilnehmerländer so zu standardisieren, dass es für die Bankkunden keine Unterschiede zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen mehr gibt.

Hieraus ergeben sich folgende Themenstellungen:

  • Schaffung eines gemeinsamen Rechtsrahmens für Zahlungsverkehrstransaktionen in Europa
  • Entwicklung gemeinsamer Standards, Prozesse, Datenformate und Softwarelösungen
  • Mittelfristige Ablösung der nationalen Zahlungsverkehrssysteme.

Insbesondere der letzte Punkt ist wesentlich, da das parallele Bestehen nationaler und EU-weiter Zahlungsverkehrssysteme zu doppelten Kosten führt und die Durchsetzung der EU-Normen verlangsamen oder verhindern würde.

Ziel ist es, bis 2010 eine hinreichende Nutzung der neuen SEPA-Verfahren, die so genannte kritische Masse, zu erreichen, damit der gesamte Prozess unumkehrbar wird. Mittelfristig, also bis 201x sollen die nationalen Verfahren (z.B. die deutsche oder österreichische Überweisung mit Kontonummer und Bankleitzahl) durch SEPA Instrumente ersetzt werden.

Eine ausführliche und genaue Beschreibung, technische und organisatorische Hintergrundinformationen sowie Links und Literatur finden Sie bei wikipedia

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