Damit machen wir die Kartenzahlung insgesamt noch attraktiver. Das gilt besonders für electronic cash, also die PIN-abgesicherte Online-Zahlung. Damit können wir künftig Händlern für alle 43 Millionen Kar-tenkunden der Sparkassen-Finanzgruppe eine sichere und definitive Zahlung garantieren. Ein Bonitätsri-siko für den Händler entfällt in allen diesen Fällen. Dies ist bei anderen kartenbasierten Zahlungsverfahren, also Point of Sale ohne Zahlungsgarantie (POZ) und dem Elektronischen Lastschriftverfahren nicht der Fall. Ich möchte in diesem Zusammenhang be-sonders auf den deutlichen Anstieg der Risikokosten für die Händler beim Elektronischen Lastschriftver-fahren hinweisen. Nach Zahlen des EURO Handelsinstitutes in Köln bewegen sich die Totalausfälle bei ELV mittlerweile bei mehr als elf Promille. Betrachtet man die letzten drei Jahre, so ergibt sich eine Stei-gerung der Risikokosten im Handel umüber 300 Prozent. Das Bundesinnenministerium will dem stetig steigenden Kartenmissbrauch jetzt entgegenwirken. Für den Fall, dass der signifikante Anstieg der Zahlungskartenkriminalität weiterhin auf ELV zurückzufüh-ren ist, hat Bundesinnenminister Otto Schily bereits unverzügliche Gegenmaßnahmen angekündigt. Denkbar sei, so Schily in einem offenen Brief, die flächendeckende Einführung der PIN-Prüfung bei Ver-wendung der ec-Karte - also electronic cash. ELV hat für den Handel noch weitere Nachteile. Bei jeder ELV-Transaktion müssen die Kosten für die Belegverarbeitung und erhebliche Bearbeitungskosten für die Rücklastschriftbearbeitung in die Betrachtung einbezogen werden. Eines wird dabei ganz deutlich: Electronic cash ist letztlich für den Handel nicht nur sicherer, sondern auch kostengünstiger als das Elektronische Lastschriftverfahren. Und electronic cash bietet in Zukunft noch einen weiteren Vorteil: Mit den neuen Terminals, die in den nächsten Monaten auf den Markt kom-men werden, können die meisten electronic cash-Bezahlvorgänge deutlich schneller abgewickelt werden, als die schnellste ELV-Transaktion. Dies wird mit dem neuen System: electronic cash offline ermöglicht. Electronic cash offline ist die über den Chip abgewickelte Variante dieses Verfahrens. Hierbei muss nur noch für einen kleinen Teil der Transaktionen eine online-Verbindung aufgebaut werden. Die große Masse der Transaktionen wird direkt durch den Chip autorisiert. Neben erheblichen Zeitgewinnen werden dadurch auch Telekommunikations-kosten gespart. Die beiden entscheidenden Vorteile von electronic cash, kein Bonitätsrisiko für den Händler und die schnellere Abwicklung, werden electronic cash in nächster Zeit entscheidend voran brin-gen. Große Filialisten - beispielsweise Lebensmitteldiscounter - interessieren sich für diese Anwendung. Der Markt bewegt sich also ganz offensichtlich hin zu electronic cash. Aber eines möchte ich hier ganz deutlich sagen: Auch bei unserer neuen Kartenstrategie wird kein Händler gezwungen, electronic cash anzubieten. Anders als ursprünglich einmal überlegt, kann auch mit den neuen Karten das Elektronische Lastschriftverfahren weiter angewandt werden. Wir empfehlen aber, auf das sichere und kostengünstige electronic cash-Verfahren umzusteigen. |